Die Magic Hour von Imperia


BACKSIDE NOSEGRIND – 06.02 UHR, KONSTANZ, BODENSEE
FOTO: MATTHIAS SOMBERG


DER START AM BODENSEE MIT FAHRRAD UND ANHÄNGER
FOTO: MATTHIAS SOMBERG
Denke ich heute an meine Deutschlandtour zurück, sehe ich natürlich erst einmal die schönen Erlebnisse vor mir. Doch selbstverständlich gab es auch Tage mit Strapazen, Verletzungen, seltsamen Menschen und kritischen Situationen.

Von all den harten Tagen, war der erste Tag jedoch, mit Abstand, der härteste. Was auf dem Foto aussieht, wie ein energischer Freddy – war in Wahrheit ein Freddy, der um 4 Uhr morgens, ohne ein Auge zugemacht zu haben und unter Hochspannung, aus dem verregneten Zelt stieg. Denn die für Fotografen so begehrte Magic Hour lässt die Szenerie zwar in einem mystischen blauen Licht erstrahlen, aber sie wartet natürlich nicht auf den Mann mit der Kamera. Deshalb musste alles gut vorbereitet sein und reibungslos klappen. Das tat es auch. Nur der Trick, der Backside Nosegrind, eigentlich eine Routine-Nummer, wollte ums Verrecken nicht klappen. Beim ersten Versuch fiel das Board ins Wasser und ich fast hinter her. Letztendlich hat es dann mit dem Segen der Statue Imperia doch noch geklappt und mir fiel ein Stein vom Herzen. Denn von Imperia heißt es in einer Geschichte: Die Höchsten und Kühnsten umwarben sie und buhlten um ihre Gunst. Ein Wink von ihr konnte das Leben kosten oder ein schönes bescheren.

Jetzt konnte die Reise losgehen.

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