Der singende Vogel im Kölner Underground


HEUTE IST FREDDY IN KÖLN MIT CAMEL


BACKSIDE 180 NOSEGRIND IM UNDERGROUND
FOTO: ARLO IBISCH
Am nächsten Tag wollte ich in Köln skaten, aber es hat wie aus Eimern geschüttet und somit fiel der Plan ins Wasser. Doch der Regen war ein Wink des Schicksals, der mir eine schöne Begegnung bescherte. Um keine Zeit zu verlieren, skateten wir im Kölner Underground.

Mit unserem Krach weckten wir Camel, einen französischen Obdachlosen, der dort unten ein Nickerchen machte. Camel verstand kein deutsch und ich kein französisch. Trotzdem unterhielten wir uns gut mit Händen und Füßen und tratschten über Köln und die Welt. So wie ich ihn verstanden hatte, war Camel nur wegen des alljährlichen Karnevals in Köln, denn er sagte immer wieder “carnivale, carnivale, frederik!”Als wir wieder aufbrechen wollten, hielt er uns noch einmal an und schrieb einen Text auf sein Schild. Die deutsche Übersetzung lautet:

“Ich liebe den Gesang des Vogels, nicht wegen des Gesangs, aber wegen der Stille, die darauf folgt.”

So war Camel wohl froh, dass er wieder in Ruhe weiter schlafen konnte und gab uns gleichzeitig noch einen philosophischen Gruß mit auf den Weg.

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